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Königin Elisabeth und Schloss Gödöllő

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Királyi Kastély

Königin Elisabeth und Gödöllő

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Königin Elisabeth und Gödöllő

Elisabeth besuchte das Schloss Gödöllő erstmals am 11. Mai 1867. Es war als Krönungsgeschenk für sie gedacht. Der auf der Krönungszeremonie abgelegte Eid verpflichtete Franz Joseph I. zu einem regelmäßigen Aufenthalt in Ungarn. Deshalb wollte die ungarische Regierung dem Herrscherpaar mit der Einrichtung von Residenzen auf dem Lande, die als Ruhesitz geeignet waren und parallel zur als politisches Zentrum geltenden Budaer Burg zur Verfügung standen, entgegen kommen. Verwirklicht wurde nur die Residenz in Gödöllő.

Einer der angesehensten ungarischen Aristokraten des 18. Jahrhunderts, Antal Grassalkovich I. (1694-1771), begann um 1735 das Barockschloss mit dem größten Grundgebiet Ungarns zu bauen. Nach dem Aussterben der Familie hatte es mehrere Besitzer. Der ungarische Staat kaufte es im Jahre 1867 und überließ nach einer raschen Renovierung Franz Joseph I. und Elisabeth als Krönungsgeschenk das Schloss und das Nutzungsrecht am Park.

Das Schloss bestand aus insgesamt 136 Räumen. 103 davon waren Wohnräume, von denen im Jahre 67 vom Personal bewohnt wurden. Die königlichen Suiten wurden im Hauptgebäude, nördlich und südlich des Prunksaals eingerichtet. Vornehmliches Ziel war die Bequemlichkeit und weniger der Prunk. Die königliche Suite hatte eine maisgelbe Holzverkleidung und eine graue Seidentapete. Elisabeths Suite war in ihrer Lieblingsfarbe Veilchenblau gehalten. (Später wurden beide in den Farben Weiß-Rot-Gold renoviert.) Elisabeths Suite bestand aus einem Salon, Schreibzimmer, Ankleidezimmer, Schlafzimmer und Vorlesezimmer. Vom Geschoss führte eine Wendeltreppe in die aus drei Zimmern bestehende Suite im Erdgeschoss. Neben Elisabeths Zimmern wurde die Suite ihrer Vorleserin, Ida Ferenczy, eingerichtet und an sie schlossen sich die Zimmer der königlichen Kinder an.

Den Umbauten während der königlichen Periode fiel das Barocktheater des Schlosses zum Opfer: wo es gestanden hatte, wurden 15 Zimmer errichtet. (hierher kamen zum Beispiel Rudolfs Zimmer, als Marie-Valerie geboren wurde.) Im Südteil wurde das Gebäude des Haupthofmeisters erbaut, der Wagenschuppen wurde um neue Ställe erweitert. Das Schloss war von einem Englischen Landschaftsgarten umgeben mit zwei Schwanenteichen vor der Hauptfassade.

 

Die königliche Familie hielt sich zum ersten Mal im Herbst 1887 im Gödöllőer Schloss auf. Von da an verbrachten sie hier sogar mehrere Monate im Jahr - hauptsächlich im Herbst und im Frühling. Gödöllő wurde für Elisabeth rasch zu einem ihrer Lieblingsaufenthaltsorte, wohin sie sich vor den Pflichten, die in Wien auf sie warteten, flüchten konnte. „Hier hat man seine Ruhe, keine Verwandten, niemand sekkiert dich, im Gegensatz zu Wien, wo die ganze kaiserliche Bagage ist! Hier bedrückt mich gar nichts, ich lebe hier wie im Dorf, ich kann allein spazieren gehen oder Kutschfahrten machen!“schrieb Elisabeth aus Gödöllő an ihre Mutter.

Und wirklich war das Schloss ein Ort, der wunderbar geeignet für alle ihre Hobbys war. Wenn sie allein sein wollte, störte sie niemand: sie las, lernte Sprachen, schrieb und ging spazieren. „Das Landvolk von Gödöllő, das Königin Elisabeth anbetete, gab beim Anblick der schlanken, schwarzgekleideten Person respektvoll den Weg frei, weil sie wussten, dass die hochwohlgeborene Frau neugierige Annäherungsversuche nicht liebte.“ schrieb Ferenc Ripka , der Monograph der königlichen Periode des Schlosses über sie. Wenn ihr der Sinn nach Gesellschaft stand, wurden großrahmige Reiterwettkämpfe, Jagden, Windhundrennen und Taubenjagden veranstaltet. Die Elite des ungarischen Pferdesports war hier zu Gast, unter ihnen auch Graf Gyula Andrássy. Die Königin verbrachte nur wenig Zeit mit Unterhaltung. Sie war für ihre große Ausdauer bei der Arbeit und für ihr Pflichtbewusstsein berühmt und diese waren der Grund dafür, dass sie auch in Gödöllő ihre früh am Morgen beginnenden offiziellen Tätigkeiten nur für kurze Mahlzeiten und Spaziergänge unterbrach. Sie nahm auch an den Jagden teil und schoss vor allem auf Hochwild. Trophäen schmückten ihre Gödöllőer Suite und das Treppenhaus.

Die Königin fühlte sich schon immer von speziellen, von den Traditionen abweichenden Dingen angezogen. Sie liebte Zigeunermusik und im Schloss waren mehrmals ganze Zigeuner-Musikkapellen zu Gast. Eine ihrer Ideen erregte in Gödöllő großes Aufsehen und Entsetzen: Marie-Valeries Spielgefährte war ein verkrüppelter Afrikanerjunge. Sie hatte Rustimo vom Schah von Persien geschenkt bekommen.

Sowohl der Alltag als auch die Festtage in Gödöllő verliefen entspannter als in Wien. Der Namenstag der Königin (19. November) fiel in die Herbstsaison. Die Einheimischen feierten ihn mit Serenaden und Fackelumzügen. Die Weihnachten verliefen in inniger Stimmung, wie aus den Erinnerungen von Jácint Rónay, dem Erzieher von Marie Valerie zu erfahren ist: „Abends wurde auf Wunsch von Marie Valerie Blindekuh gespielt und dann ging es wieder an die Arbeit: es wurden Zeichnungen für das Bilderbuch ausgemalt und ausgeschnitten, das die gutherzige Prinzessin für die Kinder bestimmt hatte, die im Kinderkrankenhaus zur Erholung waren.“ Die Feiertage waren nämlich immer auch ein Anlass für wohltätige Aktionen. Die Familie blieb oft bis Neujahr in Gödöllő. Eine weitere Notiz Rónays aus dem Jahre 1881: „Am Silvesterabend legte der Weihnachtsbaum wieder sein Festgewand an. In einer der Biegungen des Gödöllőer Oberen Parks wurde durch Begießen eine künstliche Eisbahn geschaffen, auf der die Prinzesin und ihre gute Freundin, Prinzessin Aglaia Auersperg von morgens bis abends fröhliche Rutschpartien machten“.

Die Königin verbrachte insgesamt 2663 Tage (7,3 Jahre) in Ungarn - davon etwa 2000 Tage in Buda und Gödöllő. Zum letzten Mal war sie zwischen dem 2. und 24. Oktober 1897 hier. Nach ihrem Tod im Jahr 1898 wurden die Besuche des Königs immer seltener. Zum Gedenken an ihre geliebte Königin errichteten die Ungarn mehr als 40 Denkmäler und 100 Gedenkparks und Wäldchen landesweit. Der Park von Gödöllő wurde als einer der ersten im Jahre 1901 mit einer Ganzkörperstatue der Königin eingeweiht. Die Stadt ist auch heute noch das wichtigste Zentrum des Kultes um Elisabeth in Ungarn.

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 PRESSEBERICHT: Highlights aus der Schönbrunn Sammlung in Gödöllő

PRESSEBERICHT: Highlights aus der Schönbrunn Sammlung in Gödöllő

PRESSEBERICHT: Highlights aus der Schönbrunn Sammlung in Gödöllő   Elisabeth von Wittelsbach ist zweifellos eine der interessantesten Persönlichkeiten der europäischen Geschichte des 19. Jahrhunderts. Die Zahl ihrer Bewunderer wächst weltweit. Ihr Leben wird nun in Gödöllő mit Hilfe von besonderen persönlichen Gegenständen dargestellt, die von ihr stammen und aus dem Gebrauch ihrer unmittelbaren Familie erhalten geblieben sind. Am 18. Juli unterzeichneten Dr. Ujváry Tamás, Direktor des Königlichen Schlosses Gödöllő und Mag. Klaus Panholzer, Geschäftsführer der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. einen Vertrag in Wien, in dem vereinbart wurde, dass die außergewöhnliche Sammlung der persönlichen Gegenstände der Königin Elisabeth zum ersten Mal im Rahmen der Ausstellung SISI on TOUR Österreich verlässt und in Gödöllő ausgestellt wird.   Die Ausstellung, die am 8. September eröffnet wird, krönt die langjährige hervorragende Zusammenarbeit zwischen den beiden Schlössern. Die Mitglieder der Vereinigung der European Royal Residences gedenken mit dieser Sonderausstellung würdig des 125. Todestages der Königin Elisabeth. Diese Ausstellung ist die erste eines internationalen Museums im Königlichen Schloss Gödöllő. Eine besondere Sammlung von Exponaten, deren Wert einzigartig ist, kommt ins Touristenzentrum Gödöllő, nahe der Hauptstadt. Durch die Zusammenarbeit der Kultstätten ist es möglich, den Besuchern die Persönlichkeit und den Mythos der Königin Elisabeth auf eine Weise zu präsentieren, wie es vielleicht noch nie zuvor geschehen ist.   Nach der erfolgreichen Eröffnung des Sisi Museums in der Wiener Hofburg 2004, richtete sich die Sammlungsstrategie der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. (Schönbrunn Group) auf die Erweiterung der „Kaiserin Elisabeth” gewidmeten Sammlung. Heute umfasst diese wachsende Sammlung mehr als 1000 Gegenstände, und ist dadurch die größte „Sisi-Sammlung” der Welt. Die Wiener Experten haben eine Wanderausstellung mit den interessantesten Exponaten zusammengestellt, die zum ersten Mal außerhalb Österreichs im Königlichen Schloss Gödöllő eingerichtet wird. Rund 200 Objekte aus dieser Sammlung werden in der Sonderausstellung zu sehen sein.   Ausgestellt sind das kleine Seidenkleid und die Haube, die Elisabeth zu ihrer Taufe trug. Das cremefarbene Rüschenkleid ist mit Spitze und floralen Stickereien verziert. Zur Schau gestellt wird ein kleines vergoldetes Gefäß verziert mit dem kaiserlichen Wahlspruch und der Stephanskrone Ungarns mit Erde des Krönungshügels vom 8. Juni 1867. Eine besondere, kleine Reliquie ist das ebenfalls aus Gold gefertigte Medaillon mit Foto von Gisela und des Kronprinzen Rudolf. Laut Inschrift des Objekts ("Mama 24 Dez. 1885") schenkten es die Kinder ihrer Mutter zum Geburtstag/ zu Weihnachten. Im Laufe der Zeit zog sich die Königin Elisabeth immer mehr zurück und mied die Öffentlichkeit. Sie hatte immer einen Fächer, einen Regenschirm dabei oder trug Spitzenschleier, um ihr Gesicht vor neugierigen Blicken und Kameras zu verstecken. Der ausgestellte schwarze Sonnenschirm aus Seide und mit Spitze verziert ist ein besonderes Accessoire, dessen Länge im zusammengefalteten Zustand 25 cm beträgt. Im letzten Raum der Ausstellung wird das posthume Porträt der Kaiserin Elisabeth von Leopold Horowitz, das Auftragswerk des Kaisers Franz Joseph ausgestellt. Das Porträt zeigt die Königin vor einem neutralen Landschaftshintergrund, sie trägt ein schwarzes Tageskleid und hält einen Fächer in der Hand. Die Ausstellung umfasst außerdem Portraits von Mitgliedern der kaiserlichen Familie, Dokumente (wie die Schönheitsrezepte der Königin), Porzellan (z. B. die ehemalige Ausstattung des Schlosses Achilleon auf Korfu), Textilien (z. B. die Turnhose der Königin, die Jagdweste des Kronprinzen Rudolf), Stiche und Grafiken. Die Ausstellung ist vom 8. September 2023 bis zum 28. Januar 2024 zu sehen und wird von Michael Wohlfart kuratiert, einem Experten für Königin Elisabeth am Sisi Museum in Wien.   Weitere Informationen: sajto@kiralyikastely.hu     Gödöllő, den 19. Juli 2023
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Die persönlichen Möbel, der Schminktisch und die Glasvitrine von Königin Elisabeth

Die Möbel der Königin sind nach Hause zurückgekehrt!

Es hat eine symbolische Botschaft, dass Elizabeths persönliche Möbelstücke möglicherweise in die ehemalige Sommerresidenz der Königin, auch bekannt als Sisi, zurückgekehrt sind. Gleichzeitig sei Geschichte auch eine wirtschaftliche Ressource, eine treibende Kraft für den Tourismus, sagte der Regierungssprecher bei einer Pressepräsentation der Ausstattung auf Schloss Gödöll. Alexandra Szentkirályi fügte hinzu: Die letzten anderthalb Jahre waren eine sehr schwierige Zeit für den Tourismussektor, der etwa 400.000 Ungarn den Lebensunterhalt sichert, aber die Regierung hat nicht mit Tourismussubventionen und Entwicklungen während der Epidemie aufgehört. Tamás Ujváry, der Geschäftsführer der Gemeinnützigen GmbH Königsschloss Gödöllő, erinnerte daran, dass das Schloss als echter Sisi-Kultort funktioniert. Jubiläum feiert das Gebäude auch, da es vor dreißig Jahren von der sowjetischen Armee aufgegeben und 1996, wenn auch nur teilweise, für Besucher geöffnet wurde. Das Jubiläum sei auch mit der Ankunft der beiden besonderen Möbel verbunden, die mit Hilfe des Nationalen Burgenprogramms und der NÖF erfolgreich zurückgekauft wurden, sagte Tamás Ujváry. Über das Nationale Burgenprogramm und das Nationale Burgenprogramm, das er als Ministerialkommissar betreute, sagte Zsolt Virág, dass sie nicht nur auf die Restaurierung der Gebäude, sondern auch auf ihre psychische Rehabilitation abzielen. Dazu gehört, dass alle ehemaligen Möbel an die Wände zurückgebracht werden, bemerkte er. Seinen Angaben zufolge tauchten der ehemalige Schminktisch und die verglaste Vitrine von Queen Elizabeth auf einer Auktion in Deutschland auf, wo sie zu einem Startpreis zurückgekauft wurden, und kann die Öffentlichkeit die Artefakte in der Dauerausstellung des Schlosses im Ankleidezimmer der Königin kennenlernen.
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