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Dauerausstellung

Dauerausstellung

 


Die Dauerausstellung des Gödöllõer Schlosses umfasst 31 Räume. In den wunderschön wiederhergestellten Räumen können die Besucher die vollständige Geschichte des Schlosses kennen lernen, von der Familie des Erbauers Grassalkovich über die königliche Sommerresidenz bis hin zu unserer Zeit.


DIE ÄRA GRASSALKOVICH



 

 

Die Ausstellung zeigt in sechs Räumen das erste Jahrhundert des Gödöllõer Schlosses und drei Generationen der Erbauer-Familie Grassalkovich, hier wird auch ein Einblick in die Barockkirche des Schlosses gegeben.

Die sich in den Räumen befindenden, aus dieser Zeit stammenden Gemälde wurden restauriert bzw. rekonstruiert.

Der aus dem Kleinadel stammende, über einen juristischen Abschluss verfügende Antal Grassalkovich I. (1694-1771) machte aufgrund seiner Begabung eine steile Karriere. Er hatte eine wichtige Rolle bei der Thronbesteigung durch Maria Theresia, da er zur Zeit des österreichischen Erbfolgekriegs (1740-48) die Unterstützung des ungarischen Adels organisierte. Maria Theresia erhob Antal Grassalkovich I. wegen der erfolgreichen Vermehrung der ärarischen Güter in den Grafenstand und ernannte ihn zu ihren geheimen Berater. Sein wichtigstes Amt am Hof war das des Präsidenten der Ungarischen Kammer in den Jahren 1784-1971. Antal Grassalkovich I. als Präsident der Kommission, die sich mit der Bereinigung der nach der einhundertfünfzig Jahre langen Türkenherrschaft unsicheren Eigentumsverhältnisse (Neoacquistica Commissio) beschäftigte, vermehrte plangemäß außer der Staatskasse auch seine eigenen Güter. Gödöllõ war das Zentrum eines 135.000 Morgen umfassenden Gutes, welches außerdem noch über weitere fünf Ländereien verfügte. Grassalkovich unterstützte auf seinen eigenen Gütern den Bau bzw. die Renovierung von 33 Kirchen und Ordenshäusern. Unter diesen war die Kirche in dem an Gödöllõ grenzenden Mariabesnyõ, in der er Kapuziner-Mönche ansiedelte.

In der Ausstellung sind neben den Darstellungen von Antal Grassalkovich I. und Königin Maria Theresia sowie der Zeitgenossen des Grafen auch Gedenkgegenstände aus der Familie zu sehen. Hervorzuheben sind hier die mit dem Handzeichen der Familienmitglieder versehenen Dokumente, die auch Raritäten beinhaltende Münzsammlung und der goldene Armreif im Rokoko-Stil, auf dem Maria Theresia und die ungarischen Adeligen, die im Interesse ihrer Thronbesteigung „Leben und Blut“ zu opfern schwören, zu sehen sind. Besondere Beachtung verdient das wunderschöne höfische Damenkleid mit reicher Silber- und Goldverzierung, das im 18. Jahrhundert entstanden ist.

 

DIE SCHLOSSKIRCHE

An der Stelle der Schlosskirche stand ursprünglich die reformatische Gemeindekirche, die Antal Grassalkovich I. abreißen ließ, um die sich an das Schloss anschließende, reich verzierte katholische Kirche zu bauen. Zu ihrer Einweihung kam es am 16. Mai 1749, ihr Schutzheiliger ist der Heilige Johannes von Nepomuk. Das aus dem 17. Jahrhundert stammende Hauptaltarbild stellt ihn dar. Der Baldachin über dem Hauptaltar ruht auf vier schwarzen Marmorsäulen. Den Triumphbogen schmückt das Grassalkovich-Wappen. Zwei Kanzeln im Rokoko-Stil verleihen der Kirche ihre Besonderheit. Über dem Hauptaufgang zum Oratorium ist das venezianische Mosaikbild von Antal Grassalkovich I. zu sehen. Die Kirche verfügt seit dem Jahr 1769 über Pfarrbücher, seit diesem Zeitpunkt war sie eine selbstständige Pfarre.

 


DIE KÖNIGLICHE SUITE


Im Jahre 1867 begann die zweite Blüte des Gebäudes. Das vom ungarischen Staat gekaufte und renovierte Schloss wurde als Krönungsgeschenk die Ruheresidenz von König Franz Joseph I. und Königin Elisabeth. Die königliche Periode wird in 14 Räumen präsentiert: die aufgrund der Quellen originalgetreu wiederhergestellten königlichen Suiten und der Prunksaal.

Bei der Renovierung im Jahre 1867 wurden die königlichen Suiten im Hauptfassadenflügel angelegt. Deren mittige Einheit ist der mit weißem Marmorstuck verkleidete, reich vergoldete Prunksaal im Rokoko-Stil, welcher Schauplatz von Bällen, größeren Empfängen und Mahlzeiten war. Von hier ging direkt die Suite von Franz Joseph I. ab, welche aus vier Räumen bestand: Raucherzimmer, Arbeitszimmer, Schlafzimmer und Ankleidezimmer. Bei der Einrichtung richtete man sich nach den Wünschen des Königs und legte den Schwerpunkt nicht so sehr auf Repräsentation sondern auf Einfachheit und Bequemlichkeit. Die Holzverkleidung zu dieser Zeit war maisgelb, die Seidentapete grau und die Möbel hatten einen Bezug aus gelbem Leder. Die Wände waren mit Jagdtrophäen, Landschafts- und Genrebildern - vornehmlich von ungarischen Malen gemalt - geschmückt. In diesem nördlichen Trakt des Schlosses befanden sich neben der königlichen Suite das kleine Speisezimmer und das kleine Anrichtezimmer.

In der südlichen Einheit des Hauptfassadenflügels wurde die Suite von Königin Elisabeth eingerichtet, deren Zimmer (Salon, Schreibzimmer, Ankleidezimmer und Schlafzimmer) auf ihren Wunsch in ihrer Lieblingsfarbe Veilchenblau gehalten waren. Das vorhandene Mobiliar wurde um Neubarock- und Neu-Rokoko-Stücke aus Wien, aus dem K.u.K. Mobiliendepot ergänzt. Die intime Atmosphäre der Zimmer machten die Blumen, Porzellangegenstände, Genrebilder und Familienbilder aus.

Es ist für die königlichen Suiten charakteristisch, dass sie im Jahre 1876 nach Schönbrunner Muster einheitlich neue Farben erhielten: Weiß, Rot und Gold. Die so geliebte Veilchenfarbe blieb nur in den sich im Erdgeschoss befindenden Zimmern der Königin. Dieser aus drei Räumlichkeiten bestehende Salon konnte aus dem Geschoss über eine Wendeltreppe erreicht werden. Vor den Zimmern befand sich eine stimmungsvolle Veranda, von der aus ein aus Holzkorridor zum Reithof führte.

 

Da von der Gödöllõer Einrichtung nur sehr wenig übrig geblieben ist, sind in den Einrichtungen auch Stücke zu sehen, die in Verbindung mit der ungarischen Kirche und den öffentlichen Sammlungen stehen, beziehungsweise auch von anderen Orten stammende Dinge des königlichen Paares.

 

 

KÖNIGIN ELISABETH GEDÄCHTNISAUSSTELLUNG



 

Diese im ehemaligen Vorleseraum und in der Suite der ungarischen Vorleserin Ida Ferenczy eingerichtete Ausstellung zeigt die Gedenkstücke des schon zu Lebzeiten entstandenen und sich bis heute fortsetzenden Kultes um die geliebte Königin der Ungarn.

  Das enterieurartige erste Zimmer der Gedächtnisausstellung gehörte seinerzeit zur Suite der Königin: es diente als Vorlesezimmer. An seinen Wänden wurde der aus den 1830er und 1840er Jahren stammende Anstrich im Biedermeier-Stil, der als der wertvollste und am leichtesten zu rekonstruierende galt, wiederhergestellt. Unter den Möbelstücken verdient das Vorlesesofa besondere Beachtung, welches einen der ursprünglichen Einrichtungsgegenstände des Schlosses darstellt. In der rechten Ecke sind das Portrait der königlichen Vorleserin, Ida Ferenczy und ihr Sessel zu sehen.

Das zweite und dritte Zimmer der Gedächtnisausstellung waren in der königlichen Ära Teile der Suiten von Ida Ferenczy. Die hier ausgestellten historischen Gegenstände geben einen Einblick in den ungarischen Bezug des Lebens von Königin Elisabeth. Unter diesen verdient die in den Vitrinen ausgestellte Münzsammlung besondere Beachtung. An den Wänden sind die Portraits der ungarischen Hofdamen der Königin, der Gräfinnen Maria Festetich, Frau Gyula Andrássy und Irma Sztáray sowie der Baronin Frau Pál Senyey zu sehen.

Im letzten Raum sind neben den Zeitungsnachrichten über den Tod von Königin Elisabeth auch eine Auswahl der Münzen und Bücher zum Gedenken an die Königin zu sehen. Das zentrale Element des Raumes ist die Büste aus weißem Marmor - ein Werk von György Zala.
 

JAHRHUNDERTE, BEWOHNER, GESCHICHTEN

Die Geschichte des Schlosses im 20. Jahrhundert

Die sechs Räume des im Jahre 2010 renovierten Gisella-Flügels präsentieren uns die jüngsten, schicksalhaften Jahrzehnte der Schlossgeschichte: von den Aufenthalten der Kinder der königlichen Familie in Gödöllõ bis hin zu unserer Zeit.

 


 

Im Gisella-Flügel befanden sich in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts die Wohnräume von Thronfolger Rudolf, der Erzherzogin Gisella und später der kleinen Erzherzogin Marie Valerie. Das erste, im Jahr 2011 in dieser Zimmerreihe eröffnete Eckzimmer dient mit seinem Computerspielen und Modellen der spielerischen interaktiven Beschäftigung mit der Schlossgeschichte. Es bietet darüber hinaus einen schönen Ausblick auf den Schlosspark. Das zweite Zimmer ist die Rekonstruktion des einstigen Salons von Marie Valerie, mit Erinnerungsgegenständen aus der Kinderzeit der Kinder der königlichen Familie. In den anderen Räumen werden dem Besucher wichtige Epochen in der Geschichte des 20. Jahrhunderts des Schlosses vorgestellt, es werden die Tage, die König Karl IV. hier zusammen mit der Familie Horthy verbracht hat, das Zimmer des militärischen Oberbefehlshabers der Räterepublik sowie die Periode des im Schlossgebäude als Untermieter operierenden Altenheims und der sowjetischen Soldatenbasis präsentiert.

  Teil der Ausstellung ist die Vorstellung des in den 1990er Jahren begonnenen, und auch heute noch fortgeführten Prozesses der Wiederherstellung und Bestandserhaltung sowie des Standorts Gödöllõ der Europäischen Präsidentschaft. Die Besucher können nicht nur die für das Schloss charakteristischen wunderschönen Enterieure betrachten, sie können auch interaktive Elemente ausprobieren. In den ausziehbaren Schubladen der Ausstellungsvitrinen verbergen sich besondere Schätze, Fotos, sogar eine fühlbare Ausstellung.

 

HABSGURGER GEMÄLDEGALERIE

Den Korridor im Geschoss des Gisella-Flügels ziert die die Mitglieder der Habsburg-Familie   - von Maria Theresia bis zu Königin Elisabeth- darstellende Gemäldegalerie .

 

Das Besondere an dieser Gemäldegalerie ist, dass hier nicht nur die Herrscher jener Zeit sondern auch die sich großen Respekts erfreuenden Mitglieder des „Nádorer Zweigs“ und deren Familienmitglieder zu sehen sind.

Den Bestand dieser in Ungarn einzigartigen Ausstellung liefern die Hinterlassenschaft der Thronfolgerin Stefania, und später die Hinterlassenschaft von Frau Elemér Lónyai, welche sich im Besitz der Abtei Pannonhalma befindet.

Die Bilderhalle wird von Gemälden, die aus der Ungarischen Nationalgalerie, dem Budapester Museum für Geschichte und der Zisterzienserabtei Zirc stammen, bereichert.
 

Informationen über die Eintrittspreise der Dauerausstellung erhalten Sie hier!


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